Nano-BHKW? Mikro-BHKW? Mini-BHKW?
Für ein typisches Einfamilienhaus in der Region Münster empfehlen sich Nano- und Mikro-BHKWs mit 0,5 bis 5 kW elektrischer Leistung. Gewerbeobjekte setzen meist auf Mini-BHKWs bis 50 kW el.
Ein Blockheizkraftwerk ist eine kompakte Anlage, die gleichzeitig elektrischen Strom und nutzbare Wärme produziert – das Prinzip nennt sich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Dabei verbrennt ein Motor (meist Erdgas oder Biogas) Brennstoff, treibt einen Generator zur Stromerzeugung an und gibt die entstehende Motorwärme direkt ans Heizsystem ab. Anders als ein herkömmlicher Heizkessel, der nur Wärme liefert, verdient ein BHKW mit seinem selbst erzeugten Strom – entweder durch Eigenverbrauch oder durch Einspeisung ins öffentliche Netz.
Der entscheidende Vorteil: Wärme, die bei der Stromerzeugung ohnehin entsteht, wird vollständig genutzt. Dadurch können Gesamtwirkungsgrade von 85 bis über 95 Prozent erreicht werden – verglichen mit rund 40 Prozent bei konventionellen Kraftwerken.
Ein BHKW ist besonders wirtschaftlich, wenn Wärme- und Strombedarf über einen möglichst langen Zeitraum gleichzeitig anfallen. Typische geeignete Objekte sind:
Als Faustregel gilt: Eine Anlage rentiert sich, wenn sie mindestens 4.000 bis 5.000 Stunden pro Jahr läuft. Je höher der Eigenverbrauchsanteil am erzeugten Strom, desto schneller amortisiert sich die Investition.
Im Kern besteht ein BHKW aus drei Hauptkomponenten: einem Verbrennungsmotor oder einer Mikroturbine, einem Generator sowie einem Wärmetauscher. Der Ablauf lässt sich vereinfacht so beschreiben:
Brennstoffzellen-BHKWs arbeiten ohne Verbrennung: Sie erzeugen Strom durch elektrochemische Reaktion und erzielen besonders hohe Wirkungsgrade bei geringer Lärmbelastung – ideal für Wohngebäude.
Für ein typisches Einfamilienhaus in der Region Münster empfehlen sich Nano- und Mikro-BHKWs mit 0,5 bis 5 kW elektrischer Leistung. Gewerbeobjekte setzen meist auf Mini-BHKWs bis 50 kW el.
Ein BHKW entfaltet sein volles Potenzial, wenn es als Teil eines durchdachten Gesamtsystems installiert wird. Die Schlering GmbH plant und realisiert integrierte Lösungen, die mehrere Technologien optimal miteinander verzahnen:
Tagsüber produziert die PV-Anlage kostengünstigen Solarstrom, der vorrangig selbst verbraucht wird. Nachts und in sonnenarmen Zeiten übernimmt das BHKW die Versorgung. So ist das Gebäude nahezu rund um die Uhr mit selbst erzeugtem Strom versorgt. Überschüssiger Strom kann ins Netz eingespeist und vergütet werden. Ein Stromspeicher (Batterie) erhöht den Eigenverbrauchsanteil weiter.
Ein Batteriespeicher puffert überschüssig erzeugten Strom und gibt ihn dann ab, wenn das BHKW gerade nicht läuft oder der Strombedarf seine Spitzen aufweist. Das erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich und maximiert die Unabhängigkeit vom Strommarkt.
Ein ausreichend dimensionierter Wärme-Pufferspeicher ermöglicht es, das BHKW in wirtschaftlich günstigen Zeiten laufen zu lassen und die Wärme zwischenzuspeichern. Eine bestehende Heizanlage (Gas-Brennwertkessel, Klimasystem) ergänzt das BHKW bei kurzzeitigen Bedarfsspitzen.
Wer ein Elektrofahrzeug besitzt oder plant, kann den selbst erzeugten Strom des BHKWs direkt zum Laden nutzen. In Kombination mit einer Wallbox entsteht so ein nahezu emissionsfreier Fuhrpark zu minimalen Ladekosten.
Die Kombination BHKW + Photovoltaik + Stromspeicher ist für viele Gewerbekunden die wirtschaftlich stärkste Lösung. Sie profitieren von maximaler Eigenversorgung, reduzierten Netzentgelten und mehreren Vergütungsquellen gleichzeitig.
Die Installation eines BHKWs wird über verschiedene Programme gefördert. Hier ein Überblick der wichtigsten Möglichkeiten, die aktuell für Privat- und Gewerbekunden im Raum Münster / Nordrhein-Westfalen relevant sind:
Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG 2025) sichert Betreibern neuer KWK-Anlagen einen staatlich geregelten Zuschlag für den erzeugten Strom. Für kleine BHKW bis 50 kW elektrischer Leistung gelten seit April 2025 folgende Sätze:
Seit dem KWKG 2025 (ab 01.04.2025) sind heizölbetriebene BHKW nicht mehr zuschlagsberechtigt. Erdgas- und biogasbetriebene Anlagen sowie Brennstoffzellen-BHKWs sind weiterhin förderfähig – vorausgesetzt, der CO₂-Emissionsgrenzwert von 270 g CO₂/kWh Energieertrag wird eingehalten
BHKW-Anlagen, die auf Basis erneuerbarer Energien (Biogas, Biomasse) oder mit Brennstoffzellentechnologie betrieben werden, können über das KfW-Programm 270 zinsgünstig finanziert werden. Der Kredit deckt Investitionskosten einschließlich Planung, Projektierung und Installation ab.
Für Brennstoffzellen-BHKWs gilt eine Sonderregelung: Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM, KfW-Programm 458) können Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten beantragt werden. Diese Förderung ist unabhängig vom klassischen KWK-Zuschlag und besonders attraktiv für Wohngebäude.
Das Land NRW fördert im Programm progres.nrw BHKW-Anlagen auf Biogas- oder Biomassebasis mit einer maximalen elektrischen Leistung von 250 kW, sofern die Anlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wird. Antragsberechtigt sind gewerbliche Unternehmen und juristische Personen. Für Gewerbekunden im Raum Münster ist dieses Programm eine interessante Ergänzungsförderung zum KWKG-Zuschlag.
Förderprogramme und ihre Konditionen können sich kurzfristig ändern. Lassen Sie sich vor der Investition individuell beraten, um keine Fristen zu verpassen. Unsere Mitarbeiter Roman Röwekamp und Niklas Wiewel behalten die aktuellen Programme für Sie im Blick.
Die Investitionskosten für ein BHKW variieren je nach Anlagengröße, Brennstoffart und Systemintegration erheblich. Als grobe Orientierung:
Die Amortisationszeit beträgt bei günstiger Auslegung und hohem Eigenverbrauch typischerweise 7 bis 12 Jahre. Durch KWK-Zuschläge, eingesparte Strombezugskosten und Wärmeerzeugungskosten können pro Jahr mehrere Tausend Euro eingespart werden. Eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnung hängt von Ihrem individuellen Energieprofil ab.
Die Planung und Installation eines BHKWs ist komplex: Hydraulische Einbindung, Anmeldepflichten beim Netzbetreiber, Zulassung beim BAFA und die Optimierung der Betriebsstrategie erfordern Fachkenntnis. Fehler bei der Auslegung können dazu führen, dass die Anlage nicht wirtschaftlich läuft oder Förderansprüche verloren gehen. Die Schlering GmbH übernimmt für Sie:
Ein Blockheizkraftwerk ist keine Technologie der Zukunft – es ist eine bewährte, wirtschaftlich attraktive Lösung für heute. Wer Strom- und Heizkosten dauerhaft senken, die Eigenversorgung steigern und von staatlichen Vergütungen profitieren möchte, findet im BHKW ein leistungsstarkes Werkzeug. Besonders in Kombination mit Photovoltaik, Stromspeichern oder einer modernen Ladeinfrastruktur entsteht ein Energiesystem, das wirtschaftlich und ökologisch überzeugt.
Die Schlering GmbH begleitet Sie seit 1884 als regionaler Fachbetrieb im Raum Münster – von der ersten Idee bis zur fertig installierten und betriebenen Anlage.
Oder interessiert Sie eine Kombination mit Photovoltaik, Speicher oder Ladetechnik? Unsere Experten Roman Röwekamp und Niklas Wiewel rechnen Ihnen Ihre individuelle Lösung durch – kostenfrei und unverbindlich.
Beratungstermine und Planung:
(0 25 38) 93 11 0.
Bildnachweise:
Bild 1: © Schlering GmbH; Viessmann
Bild 2: © Schlering GmbH
Bild 3: © Schlering GmbH; Viessmann
Unsere qualifizierten Techniker arbeiten stets kompetent, zuverlässig und sauber. Als Fachleute sorgen wir dafür, dass alles so läuft, wie Sie es sich vorstellen. Und das alles zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis.